wer wir sind? ganz einfach: wir sind die generation doof. wir sind berufsjugendliche, schwätzer, alles-woller-nix-könner. wir sind besessen von konsum, lassen uns vom fernsehen die welt erklären und lieben die spaßkultur. und wir werden immer mehr.
wir sind die generation der unetschlossenen, der ewig jugendlichen, die nicht erwachsen werden wollen – eine generation, die alles haben will, und zwar sofort, aber keine entscheidungen treffen mag.
wir von der generation doof mischen unser offiziell attestiertes halbwissen gerne mit ungezwungener lässigkeit. und wir sind mit uns durchaus zufrieden. ich will so prollen, wie ich will- du darfst! das ist unser wahlspruch.
warum sollte man es verschweigen? unserer generation mangelt es massiv und dauerhaft an charme und grazie. wir sind froh darüber, kulturell nicht verbogen zu sein. wir finden, dass zu viel wissen das leben nur unnötig verkompliziert, und leben lieber ohne hürden und ohne niveau, denn das verspricht mehr spaß. das leben sollte unserer meinung nach eher der juniortüte eines bekannten fastfood-dealers gleichen: bunt und poppig, prall gefüllt mit annehmlichkeiten ohne nährwerte und immer mit einem kleinen extra.
zur generation doof gehören pseudoerwachsene, die sich auf der einen seite nach kindlicher geborgenheit und auf der anderen seite nach einem guten glas whisky und der FSK ab achtzehn sehnen.
ein grundproblem der generation doof ist, dass wir uns nicht entscheiden können. wir wollen einfach nicht erwachsen werden.
unsere generation will sich jung fühlen. spaß ist das ziel erster güte. auf der suche nach diesem glück ist uns jedes mittel recht. die generation doof mag es unverbindlich und bequem.
wir sind zwar mit vielem unzufrieden, aber letzendlich sind wir froh, wenn sich ein anderer um die probleme unseres landes kümmert. denn nur dann können wir die nachmittage vor dem pc wirklich genießen.
schuelervz, myspace, netlog, facebook – sie alle sind inzwischen vor allem eins: eine virtuelle geldmaschine.
die generation doof stört das wenig, wir bloggen und clippen was das zeug hält, denn wir haben zu viel spaß daran, uns ein virtuelles zweitleben aufzubauen, als dass wir uns gedanken über den finanziellen nutzen unserer aktivitäten für andere machen können.
herzlichen glückwunsch, Sie gehören wie wir zur generation doof. wir wissen nichts – aber das weiß wenigstens eine ganze nation.
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